Innovationen in der genetischen Resistenz von Apfelsorten gegen Apfelschorf
Weniger Spritzen, mehr Sicherheit
Apfelschrof, ist die häufigste Krankheit an Apfelbäumen. Die Pilzkrankheit wird verursacht durch Venturia inaequalis, ein Pilz der durch ein feuchtes, kühles Klima mit häufiger Blattnässe beste Bedingungen hat.
Viele alte und beliebte Sorten sind anfällig: Klassiker wie ‚Boskoop', ‚Cox Orange' oder ‚Jonagold' bekommen ohne Schutzmaßnahmen leicht Schorf.
Auffällig und frustrierend: Die olivbraunen Flecken auf Blättern und Früchten sehen unschön aus, die Äpfel sind oft deformiert oder reißen.
Viele Hobbygärtner wollen oder dürfen keine Fungizide einsetzten. Zu dichte Kronen trocknen langsam ab, was die Bedingung für das Virus begünstigt. Infektiöses Falllaub wird häufig nicht entfernt und ist die wichtigste Quelle für Neuinfektionen, denn der Pilz überwintert im abgefallen Laub.
Die Lösung? Resistente Apfelsorten.
Grundsätzlich lassen sich zwei Formen der Resistenz unterscheiden: die monogene und die polygene Resistenz. Die monogene Resistenz basiert auf einem einzelnen Resistenzgen. Dieses Gen ermöglicht es der Pflanze, den Krankheitserreger gezielt zu erkennen und schnell zu reagieren. Häufig geschieht dies über eine Art „Notfallreaktion", bei der infizierte Zellen lokal absterben, um die Ausbreitung des Erregers zu stoppen. Diese Form der Resistenz ist in der Regel sehr wirksam und kann einen nahezu vollständigen Schutz bieten. Allerdings hat sie eine Schwäche: Krankheitserreger wie der Apfelschorf können sich im Laufe der Zeit anpassen. Entsteht eine neue Variante des Erregers, die von der Pflanze nicht mehr erkannt wird, kann die Schutzwirkung verloren gehen.
Die polygene Resistenz verfolgt einen anderen Ansatz. Hier wirken mehrere Gene zusammen, von denen jedes einen kleinen Beitrag zur Abwehr leistet. Einzelne Mechanismen sind dabei weniger stark ausgeprägt als bei der monogenen Resistenz, doch in ihrer Kombination entsteht eine stabile und breit wirksame Abwehr. Der Krankheitsverlauf wird verlangsamt, die Ausbreitung eingeschränkt und die Schäden bleiben gering. Für den Erreger ist es deutlich schwieriger, diese komplexe Abwehr gleichzeitig zu überwinden, weshalb die polygene Resistenz als langlebiger und robuster gilt.
Moderne Züchtungsprogramme setzen daher zunehmend auf die Kombination beider Ansätze. Ziel ist es, die hohe Anfangswirkung der monogenen Resistenz mit der langfristigen Stabilität der polygenen Resistenz zu verbinden. Diese sogenannte pyramidale Resistenz stellt einen wichtigen Baustein für eine nachhaltige Apfelproduktion dar, da sie nicht nur die Abhängigkeit von Pflanzenschutzmaßnahmen reduziert, sondern auch die Planungssicherheit für Erzeuger deutlich erhöht.
Vier neue Sorten, die zeigen, wohin die Reise geht
Die von Artevos vermarkteten Apfelsorten machen es Hobbygärtnern besonders leicht: Sie sind robust, pflegeleichter und bringen zuverlässig gesunde, schöne Früchte hervor.
→ Sehr feste Früchte, rot-orange Farbe, würziger Geschmack
→ Stark gegen Schorf, tolerant gegenüber Mehltau & Feuerbrand
→ Kombination aus mehreren Resistenzmechanismen („doppelt geschützt")
→ Top Lagerfähigkeit + sehr hoher Gesundheitsstatus
→ Stabil durch polygene Resistenz
→ Aromatisch, leicht säuerlich, sehr lagerfähig
→ Gelbe Früchte mit feinem Aroma
→ Robust, zuverlässig, ideal für nachhaltigen Anbau
Auch in Ihrer Nähe finden Sie Baumschulen und Gartencenter, die Bäume von ARTEVOS-Sorten anbieten. Unsere Anbieter-Datenbank unterstützt Sie bei der Suche. Es findet sich keine Baumschule im Umkreis? Viele der Anbieter senden Ihnen die Pflanzen nach Hause. Sortenanbieter.
Doch nochmals in den Sorten stöbern? Hier geht es zurück zur Sortenübersicht – dort ist sicher auch Ihre Wunschsorte dabei. Sortenübersicht.
